التحذير من الغيبة والنميمية

Assalâmu ^Alaykum,
Dank gebührt Allâh, Der uns als Prüfung das Leben und den Tod bestimmt hat, womit ersichtlich wird, wer rechtens gehandelt hat, und Er ist der Vergebende. Und as-Salâtu was-Salâmu für unseren geehrten Propheten Muhammad, seine muslimischen Angehörigen und seine Gefährten, die aufrichtig und rechtschaffen waren.
Sodann, Abû Dawûd überlieferte in seinem Werk Assunan über Anas Ibn Mâlik, dass der Prophet Muhammad ﷺ sagte (sinngemäß): In der Nacht, in der ich die Himmelfahrt unternahm, sah ich währenddessen Menschen, die Nägel aus Kupfer hatten und sich damit das Gesicht und die Brust zerkratzten. Ich fragte Djibrîl, wer diese Menschen sind? Er sagte: Das sind Menschen, die das Fleisch anderer Menschen essen (d. h. Übles über sie reden) und ihre Würde verletzen.
Und wie schlecht ist die Entschuldigung derer, die, wenn man ihnen einen Ratschlag gibt, behaupten: Wir sagen nur das, was auf ihn zutrifft. Der Prophet Muhammad sagte diesbezüglich (sinngemäß): Wisst ihr, was die üble Nachrede ist? Die Gefährten antworteten: Nein, Allâh und Sein Gesandter wissen es. Der Prophet sagte: Etwas über deinen muslimischen Bruder zu erwähnen, was er nicht mag. Die Gefährten fragten: Und wenn das stimmt, was ich über ihn sage? Er erwiderte sinngemäß: Wenn das stimmt, was du über ihn geredet hast, so hast du Übles über ihn gesprochen und wenn es nicht stimmt, was du über ihn geredet hast, so hast du ihn verleumdet. (Von Muslim überliefert)

Der Prophet machte in diesem Hadîth deutlich, dass wenn jemand etwas über seinen Bruder erwähnt, was zwar auf ihn zutrifft, er es aber hasst, dass es über ihn gesagt wird, so hat er üble Nachrede begangen. Sollte er etwas erwähnen, was nicht auf ihn zutrifft, so hat er über ihn gelogen. Die meisten derer, die üble Nachrede begehen, sagen über ihre Brüder, was sie nicht wissen. Sie erzählen Dinge, über die sie keine Gewissheit haben. Würde man sie fragen, ob sie das, was sie sagen, auch beschwören können, so würden sie mit „Nein“ antworten. Sie sollten gottesfürchtig sein und wissen, dass ihre Aussagen von Raqîb und ^Atîd aufgeschrieben werden.
Ibn ^Abbâs überlieferte, dass der Prophet Muhammad eines Tages in al-Madînah oder in Makkah unterwegs war und das Geschrei von zwei Toten aus ihren Gräbern hörte. Daraufhin sagte der Prophet (sinngemäß): Die beiden werden bestraft und wahrlich, jeder der beiden wird wegen einer großen Sünde bestraft. Dann sagte er: Der eine von ihnen verunreinigte sich mit Urin und der andere stiftete Zwietracht.
Dann ließ er einen Baumzweig bringen, teilte ihn in zwei und legte auf jedes Grab eine Hälfte.
Der Prophet wurde gefragt; O Gesandter Gottes, warum hast du das gemacht? Darauf antwortete der Prophet (sinngemäß): Vielleicht wird ihre Bestrafung erleichtert, solange der Zweig noch grün ist. (Von Al-Bukhâriyy überliefert)
Dieser Hadîth, liebe Brüder, bedeutet, dass, als der Prophet eines Tages in Begleitung einiger seiner Gefährten (möge ihnen die Liebe Gottes zuteilwerden) unterwegs war, er an zwei Gräbern vorbei kam. Allâh, der Erhabene, ließ den Propheten die Bestrafung jener Toten vernehmen und ließ ihn wissen, was der Grund dafür war. Der Prophet berichtete dann, dass sie für eine große Sünde bestraft werden. Viele Menschen schenken dieser Angelegenheit nicht die notwendige Aufmerksamkeit und betrachten sie nicht als eine große Sünde. Mit diesem Hadîth wollte uns der Prophet verdeutlichen, dass der Begeher einer solchen Tat eine große Sünde begeht und somit die Bestrafung im Grab verdient, auch wenn viele Menschen diese Tat nicht für eine große Sünde halten. Derjenige, der nach dem Urinieren nicht abwartet, bis der letzte Urintropfen ausgetreten ist, sondern schon davor aufsteht, der verunreinigt sich mit Urin. Das gleiche gilt für den Zwietracht Stiftenden, d. h. für denjenigen, der Aussagen einer Person einer anderen Person überträgt und dann die Aussagen der zweiten Person an die erste übermittelt mit der Absicht, Zwietracht unter ihnen zu stiften.
Aus diesem Hadîth geht der Hinweis des Propheten hervor, dass jede dieser Taten eine große Sünde ist, und dass derjenige, der eine dieser Taten begeht, ein Großsünder ist. Wie übel muss der Zustand desjenigen sein, die diese beiden Sünden begeht, d. h. er wartete nicht ab, bis der letzte Urintropfen ausgetreten ist und stiftet Zwietracht unter den Menschen. Er wird es im Jenseits bitter bereuen, sollte er sterben, ohne die Reue gemacht zu haben. Denn er wird nach dem Tod Übles erleben.
Aber sollte eine Notwendigkeit bestehen, Negatives weiterzuleiten, an denjenigen, der dem entgegenwirken oder verändern kann, so ist es erlaubt. In manchen Fällen ist es sogar Pflicht. Dies triff zu, wenn jemand sieht oder erfährt, dass eine Person Verwerfliches in der Öffentlichkeit zur Schau trägt. Unter diesen Umständen ist es sogar Pflicht für denjenigen, der es gesehen oder erfahren hat, den Zuständigen darüber zu informieren, um zu verhindern, dass sich das Schlechte unter den Menschen verbreitet.
Weiterhin sind wir verpflichtet, unsere Zunge vor dem Lügen, dem Beschimpfen, vor Verwerflichem und allen Aussagen, die einem Muslim Schaden, zu bewahren. Wir sollten nicht nach den Neigungen unserer Nafs, die zu Schlechtem verleitet, gehen, denn das würde einen großen Verlust im Diesseits und Jenseits bedeuten. In einigen Gedichtsversen heißt es:
Wenn du den richtigen Weg gehen willst und Rechtweisung in weltlichen und religiösen Dingen suchst,
dann widerspreche deiner Nafs, denn in ihrer Neigungen findet sich eine Ursache des Übels.
Daher, liebe Brüder, ermahne ich euch dazu, eure Zungen zu bewahren, so wie es schon unser Schaykh, Schaykh ^Abdu l-Lâh al-Haraiyy uns ans Herz gelegt hat, als er sagte: Viele Menschen haben den Hadîth (sinngemäß) Wer schweigsam ist, wird verschont, und den Hadîth (sinngemäß) Die meisten Sünden des Menschen, begeht er mit seiner Zunge nicht gehört.
Diese Menschen haben nicht gehört, dass der Prophet die meiste Zeit schwieg und sehr oft traurig war. Wir sollten den Propheten als Vorbild nehmen. Der Prophet war sehr oft traurig, d. h. die meiste Zeit empfand er Trauer in seinem Herzen, weil er über viele üble Ereignisse im Jenseits wissen hatte. Deshalb sagte er: Bei Gott, würdet ihr wissen, was ich weiß, so würdet ihr wenig lachen und dafür viel weinen. Dies bedeutet, würdet ihr wissen, was ich in Bezug auf das Grab und das Jenseits weiß, so wäre euer Lachen wenig und euer Weinen viel.
Derjenige, der verschont sein will, sollte wenig reden, denn derjenige der viel redet, begeht zwangsläufig eine Sünde oder verschwendet seine Zeit mit unnützem Gerede. Selbst wenn er darauf achtet, nichts Verbotenes zu sagen, aber unvorteilhafte Dinge beredet, so ist das Zeitverschwendung. Die meisten Menschen jedoch fallen wegen ihres vielen Sprechens in Sünden.
O Allâh, schütze unsere Zungen und unseren ganzen Körper vor sichtbarem und unsichtbarem Übel. O Allâh, wir bitten Dich, um Furcht empfindende Herzen, Lobpreis sprechende Zungen und Plagen ertragende Körper.

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