مكافحة الضلال وجلب الجدد

Dank gebührt Allâh, dem Schöpfer der Geschöpfe, Der ewig und unvergänglich ohne Wie und ohne Ort existiert. Er hat keinen Teilhaber, keine Unvollkommenheit und keine Organe; Ihn umgibt kein Ort und über Ihn vergeht keine Zeit.
Sodann, Allâh, der Erhabene, sagt im edlen Qur'ân:
كنتم خير أمة أخرجت للناس تأمرون بالمعروف وتنهون عن المنكر
Die Bedeutung lautet: Ihr seid die beste Gemeinschaft, die für die Menschen entstand; ihr gebietet das Gute und verwerft das Schlechte. (Sûrah Âli ^Imrân, Âyah 110)
Unser geehrter Prophet ﷺ sagte, so wie der Imâm at-Tirmidhiyy in seinem Werk "Al-Djâmi^" überlieferte:
مر بالمعروف وانه عن المنكر
Die Bedeutung lautet: Gebiete das Gute und verwirf das Schlechte. Verehrte Brüder und Schwestern, wisset, dass zu den Pflichten, die uns auferlegt sind, die Bekämpfung aller Arten des Unglaubens gehört. Denn um im Jenseits vor der Bestrafung gerettet zu sein, reicht es nicht aus, dass man selbst die Pflichten verrichtet und die Sünden unterlässt, jedoch andere nicht zum Guten auffordert und ihnen das Schlechte nicht verbietet, obwohl man dazu in der Lage und dazu fähig ist.
Der Gesandte Gottes ﷺ sagte:
مر بالمعروف وانه عن المنكر حتى إذا رأيت شحا مطاعاً وهواً متبعاً ودنياً مؤثرة وإعجاب كل ذي رأي برأيه فعليك نفسك ودع أمر العامة فإن من ورائكم أياما للمتمسك فيها بمثل الذي أنتم عليه أجر خمسين
Aus diesem Hadîth, den at-Tirmidhiyy in seinem Werk "al-Djâmi^" überlieferte und als authentisch einstufte, geht hervor, dass Tage kommen werden, in denen die Hartnäckigkeit gegenüber der Wahrheit zunehmen wird und Menschen den Ratschlag desjenigen nicht mehr akzeptieren, der das Gute gebietet oder das Schlechte verwirft. Dies aufgrund des extremen Geizes in dem, was Allâh auferlegt hat, hinsichtlich ihres Vermögens, und weil sie ihren eigenen Neigungen folgen, das Weltliche dem Religiösen vorziehen und auf ihre Meinungen beharren.
Der Gesandte Gottes ﷺ legte uns nahe, dass, wenn wir diese Zeit erleben, in der der Zustand der Menschen so geworden ist, wir es unterlassen sollen, mit demjenigen zu sprechen, bei dem das Gebieten des Guten und das Verwerfen des Schlechten keine Wirkung zeigt und dass wir uns um uns selbst kümmern sollen, indem wir die Pflichten verrichten und die Sünden unterlassen. Der Gesandte Gottes ﷺ berichtete auch, dass der Person, die sich in der zuvor genannten Zeit an den Lehren der Gefährten – die sie vom Gesandten Gottes ﷺ lernten – festhält, indem sie ihnen im Glauben und den Handlungen folgt und davon nicht abweicht, die frohe Botschaft zuteilwird, dass sie - dafür - eine ähnliche Belohnung erhält wie die Belohnung von 50 Gefährten. Dies aufgrund der Strenge, die die Menschen dieser Zeit erleben, wie den Widerspruch, den Schaden und die Verspottung, die sie von den Menschen erfahren. Dies bedeutet aber nicht, dass die Person, die in der genannten Zeit lebt und sich an dem festhält, worauf die Gefährten des Gesandten Gottes ﷺ waren, besser wäre als die Gefährten.
Vielmehr bedeutet es, dass diese Person für das Gebieten des Guten und Verwerfen des Schlechten sowie dafür, dass sie selbst auf dem standhaft bleibt, auf dem die Gefährten waren, die Belohnung erhält, wie sie fünfzig (der allgemeinen) Gefährten für das Gebieten des Guten und Verwerfen des Schlechten erhalten würden. Im Werk "Al-´Adab" von al-Bayhaqiyy kommt in der Überlieferung von diesem Hadîth folgender Wortlaut vor:
"فإن من ورائكم أيام الصبر القابض فيها على دينه كقابض على جمر"
Die Bedeutung lautet: Es kommen nach euch (den Gefährten) Tage der Standhaftigkeit; wer in diesen Tagen standhaft an seiner Religion festhält, ist wie jemand, der an einer glühenden Kohle festhält.
Diese Beschreibung trifft auf unsere Zeit zu. Denn wer sich an die islamische Glaubenslehre und an die islamischen Gesetze hält, erfährt von einigen seiner Angehörigen, Freunde, Bekannten und Nachbarn Widerspruch und Missachtung. Wohl demjenigen, der dieses erfährt und standhaft bleibt. Allâh sagt:
إنما يوفى الصابرون أجرهم بغير حساب
Die Bedeutung lautet: Die Belohnung der Standhaften ist unermesslich groß.
Weil wir dies erkannt haben, haben wir mit großer Motivation die Irreleitung und den Unglauben zu bekämpfen, die von Menschen, die sich zur islamischen Religion und von Menschen, die sich nicht zum Islam bekennen, verbreitet werden. Wir sollten dem Gerede der Menschen, die nicht weitblickend denken, kein Gehör schenken. Sie sagen: „Wir sollten uns bemühen, die Muslime zusammenzuführen“, d. h. es unterlassen, das Falsche aufzuzeigen und davor zu warnen; dies ist kein Ratschlag! Vielmehr lautet der Ratschlag, sich in dem zu vereinen, was Allâh für Seine Diener akzeptiert, und Er Seinem Propheten offenbart hat. Sich zu bemühen, die Menschen auf eine Art und Weise zusammenzubringen, durch die sie getäuscht werden könnten, sodass sie das Richtige mit dem Falschen gleichsetzen könnten, ist großes Übel und eine Handlung gegen die Religion.
Unser Schaykh, möge Allâh ihm gnädig sein, fragte die Anwesenden in seinen Sitzungen: „Wie weit seid ihr im Aufruf der Menschen zum Glauben von Ahlu s-Sunnah gekommen?“ Er sagte auch: „Ich habe des Öfteren erwähnt, dass Muhammad Radjab Dîb, der den Menschen Unglaube beibringt, zu seinen Anhängern sagte: Jeder muss zehn Leute mitbringen. Wer dies nicht tut, dem drohen Konsequenzen. Seine Anhänger haben sich sehr bemüht, Leute zu seinen Sitzungen mitzubringen.“
Verehrte Brüder und Schwestern, wehe euch vor der Faulheit! Denn zu den Bittgebeten des Gesandten Gottes ﷺ gehörte:
وأعوذ بك من العجز والكسل
Die Bedeutung lautet: Und ich suche bei Dir (o Allâh) Zuflucht vor der geringen Motivation in den religiösen Angelegenheiten und vor der Faulheit.
Diese zwei Eigenschaften verzögern das Erreichen der hohen Ränge. Wehe euch vor dem Luxus, denn der Luxus führt zum Unterlassen des Mitgefühls und kann zum Streben nach dem Verbotenen führen. Viele Menschen haben genügend Mittel, um ihre notwendigen Bedürfnisse zu decken, haben sich aber an den Luxus gewöhnt, sodass es sie zum Verbotenen verleitet, um weiterhin im gewohnten Luxus zu leben. Dies kann auch dazu führen, den Beitrag für das Dringliche zu unterlassen, wie den Beitrag zur Warnung vor der Irreleitung und des Unglaubens und weiterer Sünden, die kein Unglaube sind.
Die Gefährten des Propheten ﷺ lebten nicht im Luxus. Denn hätten sie im Luxus gelebt, dann wäre der Islam nicht außerhalb der arabischen Halbinsel gelangt und wäre nicht so weit verbreitet worden. Zu ihren Gewohnheiten gehörte Folgendes: Wenn sie eine Region, wie z. B. die Schâm-Region, eroberten, dann wurden sie dort nicht ansässig, sondern begaben sich trotz der Mühen und Strapazen, die sie während der Verbreitung der Religion erlebten, wie die Reisestrapazen bei Hitze und Kälte, weiter, sodass sie in ca. einem Vierteljahrhundert in Richtung Westen bis in die Stadt Tanger (Marokko) und in Richtung Osten bis nach China kamen.
Diejenigen, die nach ihnen kommen, werden nur dann erfolgreich sein, wenn sie sich die Gefährten als Vorbilder nehmen. Wie sollte es etwa nicht so sein, wo wir doch eine Zeit erreicht haben, in der derjenige, der diesen Aufruf verbreitet und vor den Anhängern der Irreleitung warnt, eine Belohnung erhält, die der Belohnung von 50 Gefährten ähnelt!
Möge Allâh euch bewahren, euch standhaft sein lassen und beschützen.

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