التطاوع والتحاب وحفظ اللسان

Dank gebührt Allâh, dem Schöpfer des Universums, as-Salâtu was-Salâmu für unseren geehrten Propheten Muhammad, seine muslimischen Angehörigen und seine Gefährten, die aufrichtig und rechtschaffen waren.
Sodann, es folgen nun einige Ratschläge unseres geliebten Schaykh und Hadîth-Gelehrten ^Abdu l-Lâh al-Harariyy, möge Allâh ihm gnädig sein.
Ich fordere euch zu dem auf, wozu der Gesandte Gottes ﷺ die beiden Gefährten Abû Mûsâ Al-Asch^ariyy - ^Abdu l-Lâh Ibn Qays - und Mu^âdj Ibn Djabal, möge die Liebe Gottes beiden zuteilwerden, aufforderte, als er sie nach Jemen sandte. Der Gesandte Gottes sagte zu beiden:
"تَطَاوَعَا وَبَشِّرَا وَلَا تُنَفِّرَا وَيَسِّرَا وَلَا تُعَسِّرَا"
Die Bedeutung lautet: Arbeitet zusammen, verkündet die frohen Botschaften, seid nicht abstoßend, erleichtert die Situationen und macht sie nicht schwer.
So haben beide gemäß diesem Hadîth vollkommen gehandelt. Einer von ihnen übernahm die Zuständigkeit für die tiefliegende Region und der andere übernahm die Zuständigkeit in den Bergregionen. Zwecks der Zusammenarbeit, ging von Zeit zu Zeit einer von beiden zum anderen, um sich gegenseitig im Aufruf und im Dienst der Religion zu unterstützen. So handelten sie in hohem Maß gemäß der Aufforderung des Gesandten Gottes ﷺ zur Zusammenarbeit.
Liebe Brüder und Schwestern, somit solltet ihr diesen beiden edlen Gefährten nachahmen und zusammenarbeiten, insbesondere mit demjenigen, der älter, weitsichtiger oder wissender ist als ihr.
Zudem ist das Erleichtern etwas, wozu der Gesandte Gottes aufforderte, indem er zu diesen beiden – sinngemäß – sagte: „Erleichtert die Situationen und macht sie nicht schwer.“
Es gibt verschiedene Weisen des Erleichterns, dazu gehört, dass der Lehrer bescheiden und nicht überheblich gegenüber demjenigen ist, den er unterrichtet. So auch, dass der Schüler gegenüber dem Lehrer bescheiden ist und ihm gutes Benehmen entgegenbringt, um gemäß dem folgenden Hadîth gehandelt zu haben:
"لَيسَ مِنَّا مَنْ لَمْ يُوَقِّر الكَبِير وَيَرحَم الصَّغِير وَيَعْرِف لِعَالِمِنَا حَقَّه"
Die Bedeutung lautet: Wer den Älteren nicht respektiert, keine Gnade mit dem Jüngeren hat und dem Gelehrten sein Recht nicht erweist, gehört nicht zu den vollkommenen Muslimen.
Aus der Geschichte von Abû Mûsâ und Mu^âdh Ibn Djabal erfährt man eine große Lehre, sie ertrugen nämlich eine große Belastung während des Aufrufs. Im Boden vom Jemen wächst wenig und trotzdem gingen sie ihrer Aufgabe ernsthaft und mit viel Fleiß nach. Der Jemen ist bekannt für sein geringes Wasservorkommen und auch für seine rauen Wege; ein Teil davon ist sandig, worin die Füße versinken, der andere Teil ist felsig und rau.
Es ist notwendig, dass ihr Geduld zeigt und standhaft im Verrichten der Taten bleibt, die Allâh liebt, zu denen die Tätigkeit im Aufruf zur islamischen Religion und das Verwerfen des Verwerflichen zählt. Denn es ist euch nicht verborgen, dass viele Menschen der heutigen Zeit unwissend in der Glaubenslehre sind und sich in einem schlechten Zustand, welches der Grund für den unendlichen Verlust ist. Wenn ihr euch nicht bemüht, wie soll dieses aufgehalten werden?
Zum Wichtigsten, zu dem ich euch auffordere, gehört das Handeln gemäß dem Hadîth:
"لا يؤمنُ أحدُكُم حتى يحبَّ لأخيه ما يُحِبُّ لنفسه"
Die Bedeutung lautet: Niemand von euch hat den vollkommenen Glauben, solange er für seinen Bruder nicht das liebt, was er für sich selbst liebt.
Das ist die Überlieferung von asch-Schaykhân (Al-Bukhâriyy und Muslim). Es gibt eine Überlieferung von an-Nasâ´iyy mit einem Zusatz und diese lautet:
"لا يؤمنُ أحدُكُم حتى يحبَّ لأخيه ما يُحِبُّ لنفسه من الخير"
Die Bedeutung lautet: Niemand von euch hat den vollkommenen Glauben, solange er für seinen Bruder nicht das liebt, was er für sich selbst an Gutem liebt.
Da die Bedeutung, die der Prophet beabsichtigte, verständlich ist, ist die Überlieferung der meisten Gelehrten ohne den Wortlaut "من الخير" (an Gutem), denn es ist bekannt, dass der Gesandte Gottes ﷺ seine Gemeinschaft dazu aufrief, sich untereinander im Guten zu unterstützen und das Gute für andere zu lieben.
Unter diesem Aspekt fordere ich euch auf, die Tawriyah, die für den Zuhörer Schaden nach sich zieht, zu unterlassen. Unserem Schaykh, möge Allâh ihm gnädig sein, wurde mitgeteilt, dass einige, die sich zu uns zählen, Tawriyah in ihren Aussagen mit ihren Brüdern anwenden. Sie verwenden Aussagen und versuchen damit bestimmte Angelegenheiten zu erreichen, jedoch nicht so, wie Allâh es liebt, und darin steckt Schaden für den Zuhörer und er wird in eine missliche Lage gebracht.
Dieses Handeln steht im Gegensatz zum erwähnten Hadîth, so haltet euch davon fern. Betrachtet euren Bruder, mit dem ihr sprecht, als wäre er ihr. So wie ihr es für euch selbst mögt, dass niemand euch mit einer Falschdarstellung vormacht, dass in etwas Nutzen für euch stecken würde, worin sich aber in Wirklichkeit kein Nutzen befindet, so mögt dieses nicht für jemanden von euren Brüdern.
Mögt es nicht, dass eurem Bruder etwas vorgemacht wird, was nicht der Wahrheit entspricht und Schaden für ihn haben könnte – gleich, ob im Religiösen oder Weltlichen, denn dies gehört zu den abscheulichsten Eigenschaften, die zu einem Muslim nicht passen, da sie zu den Eigenschaften der Heuchler und anderer Menschen gehören.
Der Muslim weiß, dass ihn nur der Nutzen und das Gute, was Allâh für ihn vorherbestimmt hat, erreichen und dass ihn nur der Schaden und das Schlechte, was Allâh für ihn vorherbestimmt hat, treffen werden.
Wenn dies doch die Wahrheit ist, warum werden trotzdem einige dieser Tawriyât angewandt, die schon so oft zu Kontaktabbruch zwischen denjenigen, die einander liebten, geführt haben? Nachdem diese sich gegenseitig geliebt und verstanden haben, hat dies zu Kontaktabbruch und Abneigung geführt.
Ebenso fordere ich euch dazu auf, wenig über die Angelegenheiten „wer so und so sagt, begeht Unglauben“ und „wer so und so sagt, begeht keinen Unglauben“ zu sprechen. Vertieft eure Gespräche in diesen Angelegenheiten nicht, denn das Vertiefen solcher Gespräche kann zu großem, unermesslichem Schaden führen. So wehe euch, diese schlechte Eigenschaft anzunehmen. Nachdem der Mensch die Regeln gelernt hat, mit denen man zwischen dem geglaubten Unglauben, dem getanen Unglauben und dem gesagten Unglauben unterscheiden kann, gibt es keinen Bedarf mehr, stetig nach Beispielen dafür zu suchen. Wehe euch, denn dies birgt großes Verderben und hat bei vielen Menschen zu einem schlechten Herzen geführt. Wer davon befallen ist, verspürt bei den guten Taten keinen Genuss mehr, verspürt beim Gebet keinen Genuss und verspürt bei den anderen guten Taten keinen Genuss mehr, da die schlechten Einflüsterungen sein Herz eingenommen haben. Diese Person ähnelt dem Menschen, der auf hoher See ins Wasser gefallen ist und nicht schwimmen kann und von den Wellen hin und her geworfen wird.
Unser Leben auf dieser Welt ist von kurzer Dauer, so sollten wir uns darin mit Standhaftigkeit auf das Jenseits vorbereiten.
Gepriesen sei Allâh und dank gebührt Ihm, dem Schöpfer des Universums.

Please publish modules in offcanvas position.

web tasarim ucuz web sitesi siteni yukarı çıkar istanbul web tasarım İnternet Reklam hizmetleri uygun web tasarımcı uygun web sitesi seo hizmetleri