Dank gebührt Allâh, dem Schöpfer des Universums, as-Salâtu und as-Salâmu für unseren geehrten Propheten Muhammad, seine muslimischen Angehörigen und seine Gefährten, die aufrichtig und rechtschaffen waren.
Allâhu Ta^âlâ sagt:
﴿يَا أَيُّهَا النَّاسُ كُلُوا مِمَّا فِي الْأَرْضِ حَلَالًا طَيِّبًا وَلَا تَتَّبِعُوا خُطُوَاتِ الشَّيْطَانِ إِنَّهُ لَكُمْ عَدُوٌّ مُبِينٌ﴾
Die Bedeutung lautet: O ihr Menschen, konsumiert vom Erlaubten und Guten, was sich auf der Erde befindet, und befolgt nicht den Teufel, er ist für euch ein offenkundiger Feind. – Sûrah al-Baqarah, Âyah 168.
Allâhu Ta^âlâ sagt:
﴿فَكُلُوا مِمَّا رَزَقَكُمُ اللَّهُ حَلَالًا طَيِّبًا وَاشْكُرُوا نِعْمَةَ اللَّهِ إِنْ كُنْتُمْ إِيَّاهُ تَعْبُدُونَ﴾
Die Bedeutung lautet: So konsumiert das Erlaubte und Gute, das Allâh euch bescherte, und seid Allâh gegenüber dankbar, wenn ihr Ihm gegenüber gehorsam seid. – Sûrah an-Nahl, Âyah 114.
Der Gesandte Gottes ﷺ sagte:
كُلُّ لَحْمٍ نَبَتَ مِنْ سُحْتٍ فَالنَّارُ أَوْلَى بِهِ
Die Bedeutung lautet: Derjenige, der sich von Verbotenem ernährt, verdient die Bestrafung mit dem Höllenfeuer. Überliefert von al-Bayhaqiyy.
Zu den großen Sünden gehört das Konsumieren des Verbotenen, gleich ob es Essen und Trinken, Kleidung, Unterkunft oder etwas anderes ist. Dazu gehört auch das Konsumieren des Zinses, das zu den Sünden des Bauches gehört. Der Gesandte Gottes ﷺ sagte:
لَعَنَ اللهُ ءَاكِلَ الرِّبا وَمُوكِلَهُ وَكاتِبَهُ وَشاهِدَيْهِ
Die Bedeutung lautet: Verflucht sind der Zinskonsument, der Zinszahler, derjenige, der den Zinsvertrag niederschreibt und die beiden Zeugen des Zinsvertrages. Überliefert von Abû Dâwûd.
Im Islam ist es verwehrt, den Lebensunterhalt aus Verbotenem zu bestreiten, weil dies Unheil und Übles für den Bestreiter mit sich bringt. Denn dadurch erhärtet das Herz und es ist ein Grund dafür, dass das Bittgebet nicht in Erfüllung geht. Die erlaubte Nahrung und Kleidung sowie der richtige Glaube und die gute Absicht gehören zu den wichtigsten Gründen für die Erfüllung der Bittgebete. Derjenige, der Bittgebete spricht, die nicht in Erfüllung gehen, sollte nicht sagen: „Ich habe Bittgebete gesprochen, jedoch gingen sie nicht in Erfüllung.“ Stattdessen sollte er über sich selbst nachdenken und sagen: „An mir gibt es etwas, weshalb mein Bittgebet nicht in Erfüllung ging.“
Sogar bringt die Gier nach Geld, selbst durch Verbotenes, Übles für die gesamte Gemeinschaft. Aufgrund dessen werden schlechte Charaktereigenschaften verbreitet, wie das Stehlen, der Raub, die Bestechung, der Zins, der Betrug, die Unterschlagung in Anzahl und Gewicht, das Konsumieren des Vermögens des Waisenkindes, das unrechtmäßige Konsumieren des Vermögens anderer und andere bekannte Schandtaten.
Der Gesandte Gottes kündigte bereits an, dass eine Zeit kommen wird, in der die Menschen nachlässig in der Vergewisserung über die Quelle ihres Lebensunterhaltes sein werden. Der Gefährte Abû Hurayrah sagte, dass der Gesandte Gottes sagte:
يأتي على الناس زمان لا يبالي المرء ما أخذ منه، أمن الحلال أم من الحرام
Die Bedeutung lautet: Es wird eine Zeit über die Menschen kommen, in der die Person unbekümmert ist, in dem, was sie nimmt, ob es aus Erlaubtem oder Verbotenem stammt. Überliefert von al-Bukhâriyy im Kapitel über die Verkäufe.
Die meisten Menschen sind unbekümmert darin, woher ihr Geld stammt; es geht ihnen nur darum, an Geld zu kommen und sie wissen nicht, dass der Mensch sogar für das erlaubte Vermögen zur Rechenschaft gezogen wird – wo er es her hat und wofür er es ausgegeben hat.
Allâhu Ta^âlâ sagt im edlen Qur´ân:
﴿ثُمَّ لَتُسْأَلُنَّ يَوْمَئِذٍ عَنِ النَّعِيم﴾
Die Bedeutung lautet: Am Tag des Jüngsten Gerichts werdet ihr sogar für die Gaben Gottes zur Rechenschaft gezogen.
Der Gefährte ^Aliyy Ibn Abî Tâlib sagte: Für das erlaubte Vermögen wird man zur Rechenschaft gezogen und für das Verbotene Vermögen wird man zur Rechenschaft gezogen.
Für das erlaubte Vermögen wird man zur Rechenschaft gezogen bedeutet, dass der Mensch befragt werden wird, wo er das erlaubte Vermögen her hat; wenn er es durch erlaubte Weise erlangt hat, wird er dafür nicht bestraft. Wenn er auf verbotene Weise daran gelangt ist, dann verdient er die Bestrafung, selbst wenn er es für Erlaubtes ausgegeben hat.
Der Muslim, der im Jenseits unversehrt sein wird, ist derjenige, der rechtschaffen ist und auf erlaubte Weise an sein Vermögen gelangt und es für Erlaubtes ausgibt.
Somit ist es verlangt, dass der Mensch darauf achtet, auf welche Weise er an sein Vermögen kommt und wofür er es ausgibt.
Der Gesandte Gottes ﷺ sagte:
طلب الحلال واجب على كل مسلم
Die Bedeutung lautet: Das Anstreben des Erlaubten ist eine Pflicht für jeden Muslim.
Dies bedeutet, dass es nicht erlaubt ist, den Lebensunterhalt auf verbotene Weise zu bestreiten. Sogar muss derjenige, der auf das Vermögen für sich und für diejenigen, für die er unterhaltspflichtig ist, angewiesen ist, bestrebt sein, den Lebensunterhalt auf erlaubte Weise zu bestreiten und darauf vertrauen, dass Allâh Derjenige ist, Der den Lebensunterhalt Seinen Dienern zukommen lässt.
Imâm at-Tirmidhiyy überlieferte authentisch (Sahîh), dass sich ein Mann beim Gesandten Gottes über seinen Bruder beklagte, da er nicht mit ihm zusammenarbeiten wollte. Darauf sagte der Gesandte:
لعلكَ تُرزقُ به
Die Bedeutung lautet: Vielleicht wirst du wegen ihm beschert.
Darin ist erkennbar, dass der Gesandte Gottes ﷺ den Bruder nicht verurteilte, weil er es unterließ, mit seinem Bruder zusammenzuarbeiten. Der Hadîth bedeutet, dass es keine Pflicht für den Menschen ist, einer weltlichen Tätigkeit nachzugehen, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Es ist aber eine Pflicht, das Verbotene nicht zu konsumieren und nicht zu betteln, obwohl man sich ohne Betteln versorgen könnte und es ist Pflicht, für den Lebensunterhalt seiner Ehefrau, der minderjährigen Kinder und aller anderen, für die man unterhaltspflichtig ist, zu sorgen.
Was den folgenden Hadîth betrifft, so wurde er von al-Bayhaqiyy und anderen mit einer schwachen Überlieferungskette überliefert:
طلب الحلال فريضة بعد الفريضة
Talabu l-Halâli Farîdatun Ba^da l-Farîdah.
So achte darauf, dass du auf erlaubte Weise an Geld gelangst und dass du es für Erlaubtes ausgibst. Und wehe dir, wehe dir, wenn du dich von der Welt blenden lässt oder auf die Einflüsterung des Teufels hörst, wenn er dir das Verbotene schönredet.
Allâhumma Rzuqnâ Mâlan Halâlan Tayyiban Mubâraka Fîh, Wabâ^id Baynanâ Wabayna s-Suhti War-Ribâ, Wabârik Lanâ Fî Qalîli l-Halâli Wasrif ^Annâ Kathîra l-Harâmi Yâ Qâdiru Yâ Karîm. Wa´âkhiru Da^wânâ ´Ani l-Hamdu Lillâhi Rabbi l-^Âlamîn.