Dank gebührt Allâh, dem Schöpfer des Universums, as-Salâtu und as-Salâmu für unseren geehrten Propheten Muhammad, seine muslimischen Angehörigen und seine Gefährten, die aufrichtig und rechtschaffen waren.
Liebe Brüder und Schwestern, der Gesandte Gottes ﷺ sagte:
إذا جاءكم من ترضَونَ دينَه وخُلُقَه فزوجوه وإلا تكنْ فتنةٌ في الأرضِ وفسادٌ عريض
Die Bedeutung lautet: „Wenn ein Heiratswilliger, dessen Religion und Charakter ihr akzeptiert, d. h. der religiös und charakterstark ist, zu euch kommt, dann verheiratet ihn. Wenn ihr dies nicht tut, dann wird dies auf der Erde Unheil (Fitnah) und große Verderbtheit verursachen.“ Überliefert von al-Bayhaqiyy.
Dieser Hadîth bedeutet, dass der Gesandte Gottes seiner Gemeinschaft nahe legt davon abzusehen, denjenigen abzuweisen, der um die Hand anhält, wenn er religiös und charakterstark ist. D. h. man sollte nicht darauf achten, wie wenig Vermögen er hat oder wie wenig Brautgabe (Mahr) er leisten kann, sondern man sollte darauf achten, wie religiös er ist, also wie sehr er sich an die Religion hält und wie charakterstark er ist. Darauf sollte der Muslim achten, hinsichtlich des Verheiratens seiner Töchter. Wenn man erkennt, dass der Mann einen guten Charakter hat und an der Religion festhält, dann sollte man ihn nicht abweisen, sondern alsbald verheiraten sowie ihm das Heiraten erleichtern und nicht erschweren. Selbst wenn die Brautgabe das Lehren der Sûrah Yâsîn, der Sûrah al-Mulk oder irgendeiner anderen Sûrah des Qur´ân ist, dann ist dies ausreichend. Haltet die Kosten der Heirat gering und fordert euch gegenseitig dazu auf. Diese hohen Kosten bringen nichts Gutes mit sich, sondern große Verderbtheit.
Der Gesandte Gottes warnte uns davor, indem er sagte (sinngemäß): Wenn ihr dies nicht tut, dann wird dies auf der Erde Unheil (Fitnah) und große Verderbtheit verursachen. D. h. wenn ihr nicht dementsprechend handelt und denjenigen, der die erwähnten Eigenschaften hat, nicht verheiratet, weil ihr Vermögen, Ansehen oder Ruhm anstrebt, dann wird euch dieses Verhalten zu Unheil und zur Verderbtheit auf der Erde führen – zur Verdorbenheit der Mädchen und Jungen – dann neigt der junge Mann und die junge Frau zum verbotenen Geschlechtsverkehr (az-Zinâ).
Den Heiratswilligen das Heiraten zu erleichtern ist etwas, was Allâh liebt. Es zu erschweren, indem viel Brautgabe verlangt wird – seitens des Brautvaters oder der Brautmutter – ist etwas, was Allâh nicht liebt.
Liebe Brüder und Schwestern, denkt über euer heutiges Leben nach. Wenn ihr nicht gemäß dem erwähnten Hadîth handelt, d. h. wenn ihr es dem Verlobten, der die erwähnten beiden Eigenschaften – Religiosität und Charakterstärke – hat, nicht erleichtert, dann geschieht das, wovor der Gesandte Gottes gewarnt hat, ganz gewiss. Die jungen Menschen sind überwiegend wenig vermögend, sodass sie zu Verbotenem greifen, wenn man ihnen die Situation erschwert. Wenn ihr darüber nachdenkt, dann erkennt ihr, dass dies zu einem schlechten Zustand führt.
Wenn seitens der Brautfamilie viel Brautgabe verlangt wird, dann könnten die jungen Menschen aufgrund ihrer Begierde zum verbotenen Geschlechtsverkehr (az-Zinâ) verleitet werden oder es kommt zur Heirat einer Frau, die man nicht heiraten sollte.
Az-Zinâ ist eine sehr schlimme Tat; er gehört zu den größten Sünden nach dem Unglauben, welcher die allergrößte Sünde ist. Nach dem Unglauben ist die größte Sünde das Töten zu Unrecht und danach ist az-Zinâ mit der Frau des Nachbarn die größte Sünde. Az-Zinâ mit der Frau des Nachbarn ist um das Zehnfache schlimmer als az-Zinâ mit einer anderen Frau.
Unterlasst die hohen Ausgaben für die Hochzeitsfeiern. Einige Menschen führen die Hochzeitsfeiern durch und beabsichtigen das Prahlen damit, d. h. sie geben viel Geld aus, damit über sie gesagt wird: „Sie haben viel Geld wegen ihres Sohnes ausgegeben.“ Sie tun dies, um damit zu prahlen und das Prahlen gehört zu den großen Sünden. Derjenige, der Vermögen ausgibt, um damit zu prahlen, verdient im Jenseits eine qualvolle Strafe. So auch derjenige, der schöne Kleidung trägt mit der Absicht des Prahlens, dieser begeht auch eine große Sünde. Wenn er aber solche Kleidung trägt, um sich daran zu erfreuen und um gut auszusehen, dann ist es erlaubt.
Allâhumma Rzuqnâ Husna l-Iqtidâ´i Bil-´Anbiyâ´i wal-´Awliyâ´i was-Sâlihîn. Allâhumma ´Innâ Nas´aluka l-^Afwa wal-^Âfiyata fid-Dunyâ wal-´Âkhirah.